Gleiches Recht für alle?
Autor: NetzBlogR | Datum: 27. März 2010 | Zeit: 11:46 | Klicks: 97
1. Rapper Obama Bushido wurde letzte Woche von einem Gericht verurteilt, weil er diverse Melodiefragmente von einer französischen Musikgruppe plagiiert hat. Da waren das Lachen und die Häme in der Twitter- und Blog-Gemeinde natürlich groß.
2. Komplett anderer Fall: Die Angestellte eines Catering-Unternehmens hat – nachdem das Fest beendet war – mehrere Maultaschen vom Buffet gegessen. Der Arbeitgeber hat das herausgefunden und entließ sie. Hier überwiegte die Empörung in ganz Deutschland.
So denkt der Deutsche also: Wer Werke (Musik, Grafiken, Fotos, Texte etc.) klaut, der muss knallhart bestraft werden und wer kleine Sachen mitgehen lässt, sollte nicht gleich Ärger bekommen – waren ja schließlich keine teuren Dinge. Weiter in der Fallanalyse…
3. Ein Blogger fand im Internet ein Foto, was gut zu seinem Artikel passte. Er verwendete es, ohne den Urheber um Erlaubnis zu fragen. Dieser wollte ihn für diese unrechtmäßige Nutzung abmahnen. Hier überwiegte die Empörung in der Twitter- und Blog-Gemeinde.
4. Im Garten von Günter R. steht ein großer Kirschbaum. Ein Kind klettert über den Zaun und pflückt ein paar Kirschen. Obwohl die im Prinzip keinen Cent wert sind, regt sich Günter auf und würde gern alle Hebel des Gesetzes in Bewegung setzen. Jeder andere auch.
Das ist also aus dem Grundsatz “Gleiches Recht für alle” geworden…
NewsShit! stellt einige Themen überspitzt satirisch dar. Bitte erst nachdenken und dann kommentieren!



“Gleiches Recht für alle” – gabs noch nie und wird es nie geben. Wer mehr Geld hat, hat meistens auch mehr Recht. Richtig und Falsch sind eindeutige Werte – Recht ist beugbar, dehnbar, aussetzbar oder was auch immer.
Unser Rechtssystem unterstützt dies, wo es nur geht.
zu1: Man sollte hier dann auch alle Einzelheiten darstellen und nicht nur das was gerade in ein entsprechendes Licht gerückt werden soll. Es fehlt leider hier die Verhältnismäßigkeit.