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Hirnlos im Supermarkt (2)

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Autor: NetzBlogR | Datum: 10. Januar 2010 | Zeit: 19:36 | Klicks: 126

Freitag, 8. Januar 2010, etwa 18:05 – Kaufland Rüsselsheim
In der Brotabteilung stehen die Aufback-Automaten, die – wenn die Ware fertig ist – durch das Geräusch, was dem Kino-Gong ähnelt, leise auf sich aufmerksam machen. Ich glaube, die Hamsterkäufer haben die Mitarbeiter schön auf Trab gehalten, es kam nämlich keiner.

Ich wollte die Brotabteilung verlassen, schob den Wagen langsam vor und schaute, ob wer kommt. Ich musste nur den Mann mit den zwei Kindern durchlassen. Und was macht der Vogel? Bleibt direkt vor mir stehen und guckt sich einen Sandwichmaker an.


Jeder andere würde den Wagen einfach zur Seite schieben, böse gucken und weitergehen. Leider bin ich ein viel zu netter Mensch: Ich drehe um und gehe durch einen der parallelen Nebengänge raus. Ich will mich – auch bei Fremden – nicht unbeliebt machen.

Die Wurstabteilung hat Platz für drei Wagen nebeneinander. Dumm, wenn ein verlassener Wagen in der Mitte steht, ein Vollpfosten seinen Wagen direkt rechts daneben parkt und sich links eine Oma nicht zwischen Cervelat- und Katenrauchwurst entscheiden kann.


Wenn unbedingt ein Wagen in der Mitte stehen muss – was ist so schwer daran, seinen so hinzustellen, dass trotzdem noch Platz bleibt, wo die anderen noch durchkommen? Das hat mir gereicht: Ich nahm den Wagen rechts und schob ihn mit Schwung weg.

Die Dorfmatratze – so nennt man doch 20-jährige, kaugummiknetschende Mädels mit Akne und der kompletten Jade-Kollektion im Gesicht – hat nicht schlecht geschaut, als sie ihre Bio-Leberwurst in den – plötzlich von selbst wegfahrenden – Wagen tun wollte.

Fortsetzung folgt…

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